Biogas

Im Bereich der feuchten Biomasse ist in der Landwirtschaft das grösste energetische Potenzial vorhanden. Heute werden weniger als 5% des Hofdüngers der Vergärung zugeführt und energetisch genutzt. Das Potential ist damit erheblich für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, den Ersatz von fossilen Brennstoffen und die Reduktion des Ausstosses von Methan. Um Biogasanlagen rentabel betreiben zu können, sind sie wie alle anderen Energieproduktionssysteme in der Schweiz auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weil aktuell viele Unsicherheiten bestehen, werden nicht mehr Biogasanlagen gebaut. Im Aargau gibt es im 2021 auf Landwirtschaftlichen Betrieben 6 Biogasanlagen.

Wenig verholzte Biomasse kann in einer Biogasanlage zu Biogas vergoren und anschliessend in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt oder zu Treibstoff aufbereitet werden. Wenn Abfallprodukte eingesetzt werden, hat Biomethan - der aus Biogas gewonnene Treibstoff - die beste Ökobilanz aller Biotreibstoffe. Die vergorene Gülle wird als leicht verfügbaren Dünger auf die Felder ausgebracht.

Wie wird der Strom verkauft?
In der Regel lohnt sich eine Anlage nur, wenn man von einer staatlichen Förderung profitieren kann. Informieren Sie sich vor der Investition beim Bundesamt für Energie oder bei der Genossenschaft Ökostrom Schweiz, dem Branchenverband der landwirtschaftlichen Biogasanlagenbetreiber in der Schweiz. Aktuell diskutiert der BVA mit Vertretern der Stromversorger die Möglichkeiten bezüglich einer direkten Einspeisung in ein Gasnetz.

Priska Stierli

Fachmitarbeiterin
Energie & Klima
056 460 50 50
priska.stierli [at] bvaargau.ch

Ralf Bucher

Geschäftsführer
056 460 50 51
ralf.bucher [at] bvaargau.ch