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Hoteliers sollen Regionalprodukte als Chance sehen
01.02.2012 :: Anzahl Views: 289

Die Schweizer Hoteliers leiden unter dem starken Franken. Als Lösung für ihre Probleme machen sie sich nun für ein Freihandelsabkommen Landwirtschaft mit der EU stark. Dieses würde das Sektoreinkommen der Schweizer Landwirtschaft um rund 40 Prozent hinunterreissen und hätte weit reichende Konsequenzen auf die Struktur und die räumliche Verteilung der Landwirtschaftsbetriebe.

Dies wiederum bliebe nicht ohne Folgen für den Tourismus. Die abwechslungsreiche Landschaft, belebte Randgebiete und gelebte Traditionen sind wichtige Bestandteile für die Attraktivität unseres Landes. Von den Ausgaben für die benötigten Lebensmittel sind nur zu einem sehr kleinen Teil die Rohstoffe der Bauern verantwortlich. Erstens, weil in der Gastronomie je länger je mehr vorverarbeitete Produkte zum Einsatz kommen und zweitens, weil sich unter den eingekauften Lebensmitteln ein beträchtlicher Anteil an ausländischen Produkten befindet.

Statt gegeneinander zu kämpfen, wäre die Verstärkung des Miteinanders zwischen Hotellerie und Landwirtschaft gefragt. Wir tun dies im Aargau seit vier Jahren. Erfolgreiche Gastrobetriebe haben gemerkt, dass die Gäste bereit sind, einen Mehrpreis zu bezahlen, wenn sie wissen, dass das Fleisch, der Salat, das Gemüse oder der Wein aus der Region stammt und nach schweizerischen Qualitätsstandards hergestellt wurde. Dies muss aber im Betrieb gelebt werden. Wir freuen uns, wenn dieses Jahr noch mehr Gastrobetriebe auf ein Miteinander und damit auf die Förderung von Regionalprodukten setzen. Zum Wohle aller.

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